Nachdem wir das Thema Kleidung geklärt haben, kommen wir zu den Details, die deinem Gesicht den Rahmen geben. Da meine Kamera wirklich jedes einzelne Haar sieht (und ich meine jedes), spart uns ein wenig Vorbereitung im Bad jede Menge Zeit in der Post-Production.
Das Haar-Styling: Weniger Experimente, mehr Struktur
Ein Fotoshooting ist meistens nicht der richtige Moment für gewagte Frisuren-Experimente, die du vorher noch nie probiert hast.
Fliegende Haare: Kleine, abstehende Härchen („Frizz“) fangen das Blitzlicht besonders gerne ein und wirken dann wie ein Heiligenschein. Ein bisschen Haarspray oder Haaröl wirkt hier Wunder.
Friseurbesuch: Wenn du zum Schneiden gehst, mach das am besten 3–5 Tage vor dem Shooting. So haben die Haare Zeit, sich zu „setzen“ und wirken nicht frisch „abgemäht“.
Haargummis: Ein Klassiker! Bitte nimm das benutzte Haargummi vom Handgelenk ab. Das hinterlässt rote Abdrücke auf der Haut, die ich später mühsam wegretuschieren muss.
Bartpflege: Konturen sind alles
Ein Bart kann extrem edel wirken, wenn er gepflegt ist. Wenn nicht, sieht er auf Fotos schnell ungepflegt aus.
Die Konturen: Achte darauf, dass die Linien an Hals und Wangen sauber rasiert sind. Ein „Drei-Tage-Bart“ ist super, solange er eine Form hat.
Lücken und Wildwuchs: Ein wenig Bartwichse oder Öl bändigt widerspenstige Haare. Auch hier gilt: Die Kamera sieht jedes Haar, das in die falsche Richtung zeigt.
Frische Rasur: Wenn du glatt rasiert sein willst, tu es gründlich, aber vorsichtig. Rötungen oder kleine Schnittwunden durch Hast-Aktionen kurz vor dem Shooting sind im Close-up leider sehr präsent.
Die Brille: Durchblick ohne Schlieren
Für Brillenträger gibt es zwei große Themen: Sauberkeit und Reflexion.
Putzstunde: Fingerabdrücke oder Staub auf den Gläsern sind der Endgegner in der Retusche. Bitte bring ein sauberes Mikrofasertuch mit und putze die Brille direkt vor dem ersten Klick.
Sitz der Brille: Rutscht die Brille ständig von der Nase? Das wirft oft Schatten in die Augenpartie oder verdeckt deine Augen. Check vorher kurz, ob die Bügel gut sitzen.
Entspiegelung: Wenn du mehrere Brillen hast, nimm diejenige mit der besten Entspiegelung mit. Das erleichtert mir die Lichtsetzung enorm, damit man deine Augen klar und deutlich sieht.
Warum ich das so genau nehme?
Ganz einfach: Ich möchte, dass du dich auf den Bildern wiedererkennst und dich wohlfühlst. Ein retuschiertes Gesicht, bei dem jedes Härchen digital „glattgebügelt“ wurde, wirkt schnell künstlich. Wenn wir die Basis beim Shooting schon perfekt haben, bleibt das Ergebnis authentisch, lebendig und einfach hammer.
Du bist unsicher wegen deines Stylings? Pack einfach ein paar Utensilien (Kamm, Gel, Puder) ein und wir werfen vor Ort im Studio noch mal einen Blick in den Spiegel.



















